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Evakuierung - Stadtgebiet Hoya

Von: Timo Becker / Ulrich Beyer

Alarmzeit: 01.10.2009 13:30 Uhr Zahl der Einsatzkräfte: ca. 390 (insgesamt) Feuerwehr: 150 Polizei: 150 SEG/DRK, ASB, JUH: 50 THW: 40 Fahrzeuge im Einsatz: FF Hoya FF Hoyerhagen FF Mehringen FF Magelsen FF Hilgermissen/Ubbendorf FF Eitzendorf FF Wechold FF Schierholz/Heesen FF Wienbergen FF Schweringen FF Duddenhausen FF Bücken FF Helzendorf/Nordholz FF Warpe FF Hassel FF Eystrup FF Gandebergen FF Hämelhausen FF Wietzen FTZ Nienburg / Weser SEG-Bereitschaften LK Nienburg Deutsches Rotes Kreuz Nienburg Johanniter Unfallhilfe Landesbergen Arbeiter-Samarieter Bund THW - Ortsverein Hoya Polizei Bereitschaftspolizei Hannover Polizeihubschrauber Wasserschutzpolizei Verkehrsbetriebe Gtafschaft Hoya (VGH)

Bilderquelle: Nonstopnews

Einsatzkräfte bei der Evakuierung

Bombenfund in der Weser / Evakuierung des Stadtgebietes Am späten Donnerstagabend musste das niedersächsische Hoya aufgrund eines Bombenfundes fast komplett evakuiert werden, rund 3000 Anwohner waren betroffen. Am frühen Morgen wurde die 125 kg schwere, britische Fliegerbombe mit 60 Kilogramm Sprengstoff von einem Spezialbergungsschiff zwischen zwei Brücken in der Weser mitten in Hoya geortet. Das Schiff war im Einsatz, da die Weser an dieser Stelle bald vertieft werden sollte, um sie für größere Binnenschiffe befahrbar zu machen. Man vermutete noch mehrere Blindgänger in der Region, da Hoya und ein in der Nähe befindlicher Feldflughafen am Ende des zweiten Weltkrieges stark bombardiert wurden. Nach dem Fund der Sprengbombe entschied sich der Bürgermeister am Freitagmorgen, die Bombe sofort zu entschärfen. Da bei einer Explosion einer solchen Bombe Splitter bis zu 800 Meter weit durch die Luft fliegen können, entschied man sich, in einem Umkreis von einem Kilometer um den Fundort zu evakuieren. Deshalb musste fast die gesamte Stadt mit 3000 Einwohnern evakuiert werden. Mehr als 300 Einsatzkräfte der Feuerwehr, Bereitschaftspolizei, THW und DRK waren im Einsatz, um die Anwohner aus ihren Häusern zu holen und die Stadt alle Zufahrtsstraßen abzusperren. Dabei wurden sie aus der Luft aus einem Polizeihubschrauber unterstützt. Die Bewohner hatten die Möglichkeit sich während der Entschärfung in der Grundschule des Nachbarortes Bücken aufzuhalten. Dort wurden sie mit Essen und Trinken versorgt. Auch bettlägerige Personen wurden durch das DRK, der JUH und dem ASB dorthin verbracht. Um Haustiere wurde sich dort ebenfalls gekümmert. Die Bombe wurde vom Schiff aus mit einem Bagger aus der Weser gehoben und noch auf dem Schiff per Fernentschärfung entschärft. Der Zünder musste noch auf dem Wasser gesprengt werden. Anschließend wurde die Bombe an Land gebracht und abtransportiert. Nach Aussage der Polizei ist die Evakuierungsaktion in Hoya sehr ruhig und besonnen abgelaufen. Nennenswerte Probleme gab es nicht. Obwohl die Aktion den Tagesverlauf gründlich durcheinander brachte, verhielten sich die Bürger sehr kooperativ. Auch die gute Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und THW sorgte für einen reibungslosen Ablauf. Der zuständige Sprengmeister Gerd Ehler brachte es nach der erfolgreichen Entschärfungsaktion auf den Punkt: „Alles wunderbar. Es gab keine Komplikationen. Auch die Organisation war eine gute Sache. Alle haben gute Arbeit geleistet.“
( Text: Nonstopnews )

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